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„Wäre ich in Ihrem Alter, wäre ich wahrscheinlich auch auf der Straße“

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Liebste Lektüre: Minister Goppel und Herausgeber Schwartz bei einer Veranstaltung Anfang DezemberMinister Goppel rechtfertigt in der KHG Augsburg Studiengebühren - Presstige-Herausgeber Thomas Schwartz zum Professor ernannt

Nur wenige Stunden, nachdem das bayerische Kabinett die „größte Hochschulreform seit 33 Jahren“ auf den Weg gebracht hatte, kam der verantwortliche Minister am Abend des Nikolaustages zur Diskussionsrunde in die Fuggerstadt. Goppel nutzte die Gelegenheit, um die Eckpunkte der Gesetzesnovelle vorzustellen.
Vor der Diskussionsveranstaltung hatte Staatsminister Goppel den katholischen Hochschulseelsorger, KHG-Chef Thomas Schwartz, zum Honorarprofessor an der Fachhochschule Augsburg ernannt.
„Lehre und seelsorgliche Verkündigung haben etwas gemeinsam: Der, der gibt, ist meist der Beschenkte“, so der sichtlich bewegte Moraltheologe. Einem großen Zuschauerkreis ist Neu-Professor Schwartz durch die Moderation zweier Fernsehformate im Bayerischen Rundfunk bekannt. Überdies ist Schwartz Herausgeber von Bayerns größtem studentischen Hochschulmagazin presstige.

Goppel und FH-Präsident Schurk mit der ErnennungsurkundeMinister Goppel rechtfertigt in der KHG Augsburg Studiengebühren - Presstige-Herausgeber Thomas Schwartz zum Professor ernannt

Beinahe schon ist es Tradition: Auch in diesem Semester besuchte Bayerns Wissenschafts- und Forschungsminister Thomas Goppel die Katholische Hochschulgemeinde Augsburg (KHG) und stellte sich dort den Fragen der Studenten.
Nur wenige Stunden, nachdem das bayerische Kabinett die „größte Hochschulreform seit 33 Jahren“ auf den Weg gebracht hatte, kam der verantwortliche Minister am Abend des Nikolaustages zur Diskussionsrunde in die Fuggerstadt. Goppel nutzte die Gelegenheit, um die Eckpunkte der Gesetzesnovelle vorzustellen. Ein Studium in Bayern sei qualitativ schon heute gut, doch müsse es zukünftig Anspruch bayerischer Hochschulen sein, international zur Spitzengruppe zu zählen. Dazu solle mit dem neuen Gesetz der Wettbewerb unter den Hochschulen gesteigert werden. Bürokratie solle abgebaut werden, die Hochschulen erhielten mehr Eigenständigkeit. Der Rektor der Augsburger Universität, Wilfried Bottke, lieferte mit einem engagierten Plädoyer einen kurzen Vorgeschmack auf den Zündstoff, für den in Zukunft wohl besonders die Einrichtung der sogenannten Hochschulräte sorgen dürfte. Diese Gremien sollen der Hochschule als zentrales Kontroll- und Entscheidungsorgan vorstehen.
Treuer Diener: Schwartz leistet den Eid Das Thema, das die Studenten am meisten bewegte, war zweifelsohne die Einführung sogenannter Studienbeiträge. Goppel zeigte Verständnis für den Unmut vieler Studierender: „Verstehen Sie mich nicht falsch: Wäre ich in ihrem Alter, wäre ich wahrscheinlich auch auf der Straße.“ Gleichzeitig unterstrich er aber, dass angesichts klammer Klassen die Beiträge der Studenten unvermeidlich seien, um Ausstattung und Lehrangebot der Hochschulen zu verbessern: „Es geht nicht, dass wir mehr ausgeben, als von der nächsten Generation finanziert werden kann.“ Der Minister versicherte, die Gebühren kämen ausschließlich der Finanzierung der Hochschulen zugute. Über die Höhe und Ausgestaltung der Studiengebühren sollen die Hochschulen selbst entscheiden dürfen. Die verfassungsgerichtlich festgelegte Höchstgrenze liegt bei 500 Euro pro Semester. Über die Gegenfinanzierung verhandelt das Ministerium derzeit noch mit verschiedenen Banken. Alle Bildungsinkänder sollen Kredite mit einem Zinssatz von fünf bis sechs Prozent erhalten können. Außerdem sei an soziale Konditionen gedacht, so Goppel.
Neben den Studiengebühren kritisierten die Studierenden vor allem die personelle und räumliche Ausstattung der Augsburger Hochschulen. Vertreter des Allgemeinen Studierenden Ausschusses der Universität (AStA) machten durch eine einfallsreiche Aktion auf sich aufmerksam. Ein AStA-Nikolaus las dem Minister aus seinem goldenen Buch die Leviten: unbesetzte Lehrstühle, Einführung von Studiengebühren und zu geringe Mitbestimmungsrechte der Studenten. Neben Nüssen und Mandarinen erhielt Goppel ein Sparschwein mit Wünschen der Augsburger Studenten mit auf den Weg.

Vor der Diskussionsveranstaltung hatte Staatsminister Goppel den katholischen Hochschulseelsorger, KHG-Chef Thomas Schwartz, zum Honorarprofessor an der Fachhochschule Augsburg ernannt. Die Laudatio betonte besonders Schwartz’ langjährige Tätigkeit als Lehrbeauftragter an Fachhochschule, Universität wie auch an verschiedenen Berufsakademien. „Ich fühle mich sehr geehrt und sehe die Ernennung auch als Bestätigung meiner mehrjährigen Arbeit“, so Schwartz. Der promovierte Moraltheologen Schwartz deckt in seinen Lehrveranstaltungen ein weites Spektrum von der Umwelt- über die Wirtschafts- und Computerethik bis hin zur politischen Ethik ab. „Lehre und seelsorgliche Verkündigung haben etwas gemeinsam: Der, der gibt, ist meist der Beschenkte“, so der sichtlich bewegte Moraltheologe. Einem großen Zuschauerkreis ist Neu-Professor Schwartz durch die Moderation zweier Fernsehformate im Bayerischen Rundfunk bekannt. Überdies ist Schwartz Herausgeber von Bayerns größtem studentischen Hochschulmagazin presstige.

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