Die Augsburger lieben das gepflegte, gesellige Beisammensein-Hauptsache, es ist früh genug wieder vorbei
Faktum 1: Ich mag Augsburg. Den vielen anderen Augsburger Studenten sowie der restlichen Fuggerstadt-Jugend bzw. Junggebliebenen geht es ähnlich. Sie alle mögen Augsburg. Es ist vielleicht keine Liebe im Sinne päpstlichen Eros’, aber ein bisschen Agape ist schon dabei.
Faktum 2: Ja, feiern ist toll – und wir geben es zu. Warum auch nicht? Es ist schließlich nicht so, als ob wir die erste Generation von Studenten und Jugendlichen wären, die diese Vorliebe teilt. Conclusio: Was ergibt sich folglich aus oben genannten Tatsachen? Richtig: Feiern in der von uns so hoch geschätzten Schwabenmetropole wäre das ultimative Party-Event. Und wisst ihr, was das Beste ist!? Es ist möglich! Unfassbar, unglaublich, eigentlich… unmöglich! Augsburg – Hort der Spielverderber und Grillwalker-Feinde – hat das schier Unmögliche möglich gemacht. Max 06 findet statt. Und besser: Es findet in Augsburg statt. Noch besser: in der Kaisermeile! Die Regenbogen-Regierung hat sich zusammen mit der City-Initiative Augsburg (CIA) dazu durchgerungen, das Mega-Projekt doch noch im Jahr der Fußball-WM zu realisieren. Ein Akt unvorstellbarer Anstrengung und Selbstaufgabe. Dabei schien schon alles verloren. Machten doch schon wieder die unbezwingbare Phalanx der fünfzig Rentner des „Alls isch z’laud, was ma mehr hörä duat als an Stecknadelkopf“-Vereins gegen die Stadtspitze mobil. Daran sollen der alten Sage nach schon WM 2006-Feten gescheitert sein. Umso bewundernswerter, dass die Front in persona Klaus Kirchner und Peter Grab gemeinsam und in ungewohnter Eintracht den Rentner-Entrüstungsstürmen ausharren, die da kommen mögen. Obwohl, so ganz ohne Kratzer ist man ja nicht aus der Schlacht auf’m Lechfeld entkommen. Von ursprünglich vier auf drei Tage stutze man das Augsburger Sommerereignis 2006 zusammen. Zudem ging mit Gastronomen-Chef Harald „Harry“ Winderl ein Mitorganisator und Kopf der „Max-Feste“ verloren. Macht aber nichts. Schließlich schlug genau dieser vor, das kommende „Max“ mir nichts, dir nichts auf 07 zu verlegen. Zu groß sei die Party-Übermacht in Gestalt der vier (!) von 65 übertragenen WM-Spielen auf dem Augsburger Wohnzimmer, dem Rathhausplatz, zusammen mit dem zu gleicher Zeit stattfindenden historischen Bürgerfest am Roten Tor. Klar, absolut verständlich, dass deshalb die Augsburger Jugend eben mal einen Schritt zurücktreten und auf einen „Feiertag“ verzichten muss. Bedenkt man, dass die Augsburger Stadtspitze ansonsten überhaupt keinen zusätzlichen Grund braucht, um erfolgreiche und der Stadt dazu noch Image-dienliche Jugendfeten ohne stichhaltige Erklärung abzublasen. X-Large lässt grüßen… Vor diesem Hintergrund sollten wir gemeinsam vor das Rathaus ziehen und den Stadtoberen Dankesblumenkränze niederlegen und versprechen, alle Klagen gegen die Zweitwohnungssteuer fallen zu lassen. Fragt sich nur, was die Stadt macht, wenn der FC Augsburg tatsächlich aufsteigen sollte. Ein spontanes Aufstiegsfest? Nein, das geht nicht. Da kommt eine Spielmanipulation gegen Eschborn am letzten Spieltag billiger…




































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